Dem Himmel so nah oder ein Traum in Weiß……

Gleich hinter der Grenze nach Italien, mitten im Pustertal, liegt bei St. Vigil abseits im Wald, der Gasthof Pederü. Weit ist der Weg und alle sind heute auf dem Nadelöhr Fernpass unterwegs. Doch wir haben unser Ziel erreicht. Das Auto sicher geparkt und auf geht’s noch 700 Höhenmeter durch einen tiefverschneiten Wald zur Sennes Hütte  im Herzen des Naturpark Fanes-Sennes. Das Gelände rund um die Hütte darf zu den beliebtesten Schneeschuhtourgebieten in den Dolomiten gezählt werden. Schneeschuhwanderer finden wunderschöne  und wenn gewünscht total sichere Schneeschuhrouten rund um die Hütte vor, mit Blick auf ein Panorama über einige der schönsten Gipfel der Dolomiten.

Eine starke Gruppe aus Skiclub Worms und DAV Worms  hatte sich gefunden.

Doch schon am 1.Abend zeigte der Winter was er so alles kann. Schnee und Wind malten eine weise Traum-Landschaft. Bestens ausgerüstet mit LVS-Gerät, Schaufel und Sonde, gut verpackt, und alle Ritzen gegen die wirbelnden Flocken dicht gemacht kämpften wir uns gegen die Schnee Massen. Die Ortskenntnisse unseres Bergführers folgend stapften wir im Gänsemarsch durch die Landschaft. Die Berge hatten sich versteckt-wer geht schon bei so einem Wetter raus. Doch die tolle reine Luft, die Flocken kitzelten im Gesicht und die Stimmung war gut: Kleine Eiszapfen haben sich am Schnurrbad gebildet.  Am nächsten Morgen-ein Traum in weiß- Der Wind hatte sich gedreht und ein Nordföhn blies in der Nacht alle Wolken weg. Die Berge  zum Greifen nah und ein blauer Himmel. Dazu die Unberührte Schneelandschaft  Tausende Kristalle Glitzern im Sonnenschein –  Wauhhhh . Der Fuchs hatte eine Spur auf der nächtlichen Jagd nach Schneehühner und Hasen im Neuschnee hinterlassen. Die  Gämsen schauen uns von oben zu.       ( wie die das ohne Schneeschuhe in dem Tiefschnee schaffen?)

Zeit für die ersten Gipfel, doch Vorsicht war geboten die Lawinenwarnstufe 4 grenzte unsere Tätigkeit stark ein. Doch unser Bergführer fand tolle Wege. Bis zu den Knien sackten wir ein und das Spuren im Tiefschnee forderte alle Kräfte.  Und oben,  ein wahrhaft einmaliges Bergpanorama. Weit weg der Plattkofel, die Geislerspitzen, Sella, Fanes usw. erstrahlten im Nord Föhn.

Nach zwei traumhaften Tagen, verkündete ein dunkler Streif am Horizont, eine Wetter- änderung  Am Abend legte Frau Holle eine Nachtschicht ein und zauberte 40 cm Neuschnee. Durch den tiefverschneiten Wald ging es zum Parkplatz zurück. Unsere Autos mussten erst vom Schnee befreit werden. Zum Glück hatten wir uns genau den Parkplatz gemerkt. Schnell wird mal das falsche Auto ausgegraben. Vorsichtig fuhren wir durch das

Tal in Richtung Heimat.

Der Wind hat unsere Spuren verweht –was bleibt sind Erinnerungen an schöne Tage

Adieu Sennes, wir kommen wieder  –> Hier geht es zu den Bildern